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AustralianGP: wechselhafter Eröffnungstag in Down Under

Tom Lüthi hat am Freitag mit seiner Arbeit auf Phillip Island begonnen und hofft nun nach einem elften Platz am ersten Tag auf einen trockenen Samstag, um sein Gefühl für die australische Highspeed-Strecke weiter verbessern zu können.

Das typisch wechselhafte Frühlingswetter, für das Phillip Island an der Südküste Australiens um diese Zeit des Jahres bekannt ist, hielt pünktlich mit dem Start des Rennwochenendes Einzug. Nach Regen im ersten Freien Training am Morgen, folgte am Nachmittag Sonnenschein. Auf nasser Fahrbahn und bei frischen 15°C konnte Tom Lüthi im FP1 Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen. Am Ende fuhr der Schweizer auf den fünften Platz.
Am Nachmittag waren die Regenwolken verschwunden und wärmende Sonnenstrahlen kamen zum Vorschein. Doch trotz der freundlicheren Bedingungen, ging es dem Intact GP-Team nicht so leicht von der Hand, im Trockenen ein optimales Gefühl für den 4,4 Kilometer langen Kurs aufzubauen. Im Gegensatz zum Twin Ring Motegi, der viele harte Bremszonen enthält, handelt es sich bei dem Phillip Island Circuit um eine extrem schnelle und flüssige Strecke.
Tom Lüthi war am Ende des ersten Trainingstages froh darüber, auf Position elf zunächst einen Platz im Q2-Qualifying gesichert zu haben. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass es am Samstag erneut nass werden würde liegt bei 50/50. Der Schweizer und seine Crew haben dennoch noch viel Arbeit vor sich, um am Rennsonntag wirklich wieder an der Spitze stark sein zu können.

Tom Lüthi P11 - 1'33.860 (+0.850)
«Wir stehen noch nicht da, wo wir sein sollten. Natürlich ist diese Situation jetzt etwas bitter für uns. Wir konnten das Motorrad über Thailand nach Motegi hin stark verbessern. Beides sind brutale Abbremsstrecken. Wir haben dort wirklich einen riesigen Schritt gemacht. Ich war im Rennen in Motegi extrem konkurrenzfähig. Aber diese Strecke ist komplett anders und das fühle ich jetzt auf dem Motorrad. Wir haben Probleme, aber ich bin froh, dass ich die Q2-Zeit geschafft habe. Morgen früh könnte es nass sein. Wenn die Bedingungen morgen schlecht sein sollten, haben wir erstmal die Q2-Zeit sicher. Aber bis zum Rennen haben wir noch Arbeit vor uns. Da fehlt einiges. Wir versuchen jetzt, möglichst schnell nach vorn zu kommen.»

Michael Thier Crew Chief #12 Tom Lüthi
«Heute im FP1 im Nassen lief es ganz gut. Die Bedingungen waren ziemlich schwer, dennoch haben wir einen Schritt in die richtige Richtung finden können. Wenn es morgen wieder nass sein sollte, müssen wir aber auch da noch weiter suchen. Die Richtung ist aber schon einmal gut und ich denke, dass wir da noch etwas zulegen können. Im Trockenen war es nicht so einfach. Wir sind gleich mit dem harten Reifen rausgefahren, weil wir davon ausgegangen sind, dass wir das Potenzial vom neuen Hinterreifen während der ersten Runden auf der trockenen Strecke noch nicht nutzen konnten. Für das zweite Outing sind wir dann auf den weichen Hinterreifen gewechselt. Aber selbst da hat sich Tom relativ schwer getan, auf Rundenzeiten zu kommen. Uns fehlt es momentan beim Turning und diese Strecke lebt davon, dass man sauber turnen muss. Das schauen wir uns nun noch einmal an und versuchen, morgen den entscheidenden Schritt zu machen.»

FP°1:
1. Jorge MARTIN / SPA / KTM - 1'45.823
2. Nicolo BULEGA / ITA / KALEX - 1'46.594 (+0.771)
3. Stefano MANZI / ITA / MV AGUSTA - 1'46.961 (+1.138)
5. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'47.007 (+1.184)
10. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'47.633 (+1.810)

FP°2:
1. Jorge MARTIN / SPA / KTM - 1'33.010
2. Brad BINDER / RSA / KTM - 1'33.353 (+0.343)
3. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP - 1'33.405 (+0.395)
11. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'33.860 (+0.850)
22. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'34.362 (+1.352)

Kombinierte Zeiten des ersten Trainingstages: motogp.com