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AustrianGP: Im Spielberg-Krimi viel riskiert und Punkte mitgenommen

Es waren ereignisreiche 25 Runden im Moto2-Rennen des Österreich Grand Prix, in dem Tom Lüthi trotz Schwierigkeiten gut ins Ziel kam und mit dem sechsten Platz einen akzeptablen Abschluss schaffte.

Nach einem verregnetem Warm-Up-Training am Sonntagmorgen, war der Asphalt des Red Bull Rings gerade rechtzeig zum Start des 11. Moto2-Rennens der Saison 2019 abgetrocknet.

Tom Lüthi, der aus der zweiten Reihe ins Rennen ging, kämpfte während der Anfangsphase auf den Positionen drei und vier und hatte als teilweise Schnellster im Feld berechtigte Hoffnungen, im Podium-Battle mitzuspielen. Doch die Konkurrenz schlief nicht und begann, den Schweizer in einige riskante Duelle zu verwickeln. Dabei ging es ab und zu weit aus der Kurve raus, wodurch ein paar Positionen wieder auf der Strecke blieben und das Podest in weitere Ferne rücken ließ. Mit nachlassenden Reifen schließlich hatte Tom Lüthi keine Chance mehr, den Anschluss nach vorn aufzuholen. Jedoch fühlte er sich auf besserem Niveau als eine Woche zuvor in Brünn und nahm mit dem sechsten Platz wenigstens zehn Punkte aus Österreich mit. Nach wie vor bleibt er WM-Zweiter, allerdings ist der Abstand zum Führenden Alex Marquez weiter angewachsen, nachdem der Spanier heute den zweiten Platz für sich entschied.

 

Tom Lüthi Rennen: P6 / Moto2 World Championship 2019 - P2 - 138 Punkte
«Ich hatte heute Mühe, das Motorrad richtig zu stoppen und habe in den Kurven Zeit verloren. Am Anfang konnte ich gut pushen und auch gut überholen und schnelle Zeiten fahren. Als die Reifen dann aber abgebaut haben, kam ich mehr und mehr in Schwierigkeiten. Wir müssen jetzt schauen, wie wir das wieder hinbekommen. Das Niveau war hier auf alle Fälle um einiges höher, als in Brünn. Wir haben Fortschritte gemacht und morgen haben wir noch einen Test, was sehr wichtig ist. Wir können auf alle Fälle weiter arbeiten. Aber von der Platzierung her wollen wir natürlich weiter vorn sein. Ich glaube, wir haben hier wirklich einen guten Job gemacht und uns von Brünn bis hier verbessert. Aber es fehlt eben einfach immer noch ein Stückchen. Im Rennen sieht man dann eindeutig, wo die anderen besser sind und wir noch Probleme haben. Wir haben aber viel verstanden und ich hoffe, dass wir aus dem Tag heute wieder einiges mitnehmen können.»

Jürgen Lingg Teammanager
«Das Ergebnis zeigt, dass wir noch Probleme haben. In dieser Klasse kann man sich einfach keine Fehler erlauben. Man muss sich im Zweikampf ganz genau überlegen, gehe ich das Risiko ein, oder eher nicht. Schafft man das, was man vorhat, oder schafft man das nicht und geht dann weit. Genau so hat Tom leider wichtige Positionen verloren. Das ist schade für ihn, denn er hatte gestern Abend ein wirklich gutes Gefühl und war froh, dass alles passt. Wir machen noch zu viele Fehler und das müssen wir so schnell wie möglich abstellen. Über den WM-Titel brauchen wir so nicht nachdenken. Aber wir arbeiten daran und versuchen, die Lücke wieder zu schließen. Das ist natürlich nicht leicht. Morgen haben wir zum Glück einen Testtag und ein paar neue Teile zum Probieren und dann schauen wir weiter.»

Rennen
1. Brad BINDER / RSA / KTM
2. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
3. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP
6. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
9. Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX

 

Weltmeisterschaft-Wertung
1. MARQUEZ Alex / SPA / 181
2. LUTHI Thomas / SWI / 138
3. NAVARRO Jorge / SPA / 126
4. FERNANDEZ Augusto / SPA / 121
5. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 115
6. SCHROTTER Marcel / GER / 114
7. BINDER Brad / RSA / 109
8. MARINI Luca / ITA / 101
9. BASTIANINI Enea / ITA / 74
10. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 59