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CzechGP: Sturzpech für Tom Lüthi

Ein schwieriges Wochenende endet für Tom Lüthi nach einem Sturz in der vierten Rennrunde.

Am Rennsonntag im Automotodrom Brno war die Sonne nach einem verregneten Samstag zurückgekehrt. Bei angenehmen Temperaturen von 24°C konnte der Moto2-Motorrad Grand Prix von Tschechien vor den gespannten Augen von mehr als 85.000 Besuchern gestartet werden.
Tom Lüthi hatte nach dem Qualifying-Reifen-Poker vom Samstag mit Startplatz 12 nicht die beste Ausgangsposition ins zehnte Saisonrennen. Doch dann zeigte der Schweizer einen Raketenstart, mit dem er sich direkt auf die sechste Position katapultierte. Nach einer Berührung, ausgerechnet mit seinem Teamkollegen, fiel er jedoch auf den zehnten Platz zurück. Schon ziemlich bald kam dazu, dass er auf der Bremse nicht so agieren konnte wie gewünscht. Umso mehr pushte er seine Intact GP-Kalex ans Limit, was er leider schon nach drei Runden in Kurve fünf mit einem Sturz bezahlen musste. Trotz Ausfall bleibt Tom Lüthi der direkte Verfolger von WM-Leader Alex Marquez, der nach erneutem Sieg seinen Vorsprung allerdings auf 33 Punkte ausbauen konnte.

Umso besser, dass der MotoGP-Zirkus von Tschechien direkt nach Österreich weiterzieht, wo sich bereits kommendes Wochenende vom 09. bis 11. August auf dem Red Bull Ring die nächste Möglichkeit bietet, näher zur Spitze aufzuholen sowie in der Teamwertung die WM-Führung des Dynavolt Intact GP-Rennstalls zu verteidigen.

 

Tom Lüthi DNF / Moto2 World Championship 2019 - P2 - 128 Punkte
«Ich hatte einen perfekten Start, was sehr gut war. Ich war weiter vorn, doch dann hatte ich eine Berührung mit Marcel. Ich bin fast gestürzt und konnte das zum Glück verhindern. Marcel kann da nichts dafür, er hat mich nicht gesehen. Aber ich habe zu dem Zeitpunkt ein paar Plätze verloren. Danach habe ich sofort gemerkt, dass ich Probleme auf der Bremse hatte. Diese Schwierigkeiten haben wir in den Trainings so nicht festgestellt, aber im Rennen, wo alle dicht aufeinander sind, da hat es sich richtig bemerkbar gemacht. Ich musste immer mehr riskieren und dann ist mir das Vorderrad in Kurve fünf eingeklappt. Das ist sehr schade und es tut mir auch leid für mein Team, denn es sind wichtige WM-Punkte. Aber die Saison ist noch lang. Jetzt geht es direkt weiter nach Spielberg, wo der Fokus eben vor allem auf der Bremse liegt, daher müssen wir die Probleme da schnellstmöglich in den Griff bekommen.»

Jürgen Lingg Teammanager
«Natürlich haben wir uns das heutige Rennen ein bisschen anders vorgestellt, aber so ist es eben im Rennsport. Es war schon im Qualifying recht schwierig mit dem Reifen-Poker und Tom hatte nicht die beste Ausgangsposition. Er musste beim Start versuchen, so gut es geht wegzukommen. Dann ist ihm das Vorderrad eingeklappt, aber so etwas kann passieren. Wir haben nächste Woche schon das nächste Rennen und dort wieder die Möglichkeit, es besser zu machen. Jetzt müssen wir schauen, was man da besser machen kann, um nächste Woche in Spielberg wieder konkurrenzfähiger zu sein. Aber beide Fahrer haben hart gekämpft und die gesamte Truppe hat einen guten Job gemacht. In nur einer Woche kämpfen wir weiter. Es ist noch nichts verloren.»

 


Rennen (komplettes Resultat hier):
1. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
2. Fabio DI GIANNANTONIO / ITA / SPEED UP
3. Enea BASTIANINI / ITA / KALEX
6. Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX
nc Thomas LUTHI / SWI / KALEX 

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 161
2. LUTHI Thomas / SWI / 128
3. FERNANDEZ Augusto / SPA / 110
4. NAVARRO Jorge / SPA / 110
5. SCHROTTER Marcel / GER / 107
6. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 102
7. MARINI Luca / ITA / 101
8. BINDER Brad / RSA / 84
9. BASTIANINI Enea / ITA / 74
10. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 57