Prochain direct:

JerezGP: Tom Lüthi am Freitag vorne dabei

Der Spanien-Grand-Prix begann vielversprechend für das Tom Lüthi und sein Team. Der Schweizer sicherte sich am ersten Tag den vierten Platz in der Gesamtwertung.

Bei heißen Temperaturen startete das Wochenende auf dem Circuito de Jerez-Ángel Nieto mit den ersten Freien Trainings. Aufkommender Wind am Nachmittag sorgte dafür, dass so gut wie keiner der Moto2-Fahrer die Rundenzeiten vom Morgen unterbieten konnte. Als erschwerender Faktor kommt an diesem Wochenende in Jerez hinzu, dass in der Moto2-Klasse ein neuer Dunlop-Hinterreifen, der etwas breiter und höher ist, zum Einsatz kommt. Tom Lüthi schien sich mit dem erhöhten Grip des Reifens von Anfang an angefreundet zu haben. Der Schweizer ordnete sich in der ersten Session mit einer Zeit von 1'41.958 an vierter Stelle ein. Der Abstand zum Tagesschnellsten Jorge Navarro war mit 0,139 Sekunden nur minimal.

Schon im Februar konnten die Intact GP-Fahrer das neu-eingeführte Reifen-Modell in ähnlicher Version testen. Dennoch haben die Crews noch etwas Arbeit vor sich, um die Balance ihrer Kalex-Bikes optimaler darauf einzustellen. Morgen stehen dem Austin-Sieger Tom Lüthi im letzten Freien Training weitere 40 Minuten für letzte Abstimmungen zur Verfügung, bevor im Qualifying der nächste Kampf um die besten Startplätze für den Gran Premio Red Bull de España beginnt.

Tom Lüthi P4 - 1'41.958 (+0.139)
Heute Nachmittag war etwas mehr Wind, damit hatte ich ein wenig zu kämpfen. Ich bin am Anfang die alten Reifen vom FP1 gefahren, was mich wirklich viel Mühe gekostet hat. Ich bin einfach nicht auf den Speed gekommen. Mit einem neuen Satz habe ich versucht, auf den Rhythmus aufzubauen. Dieser war sehr hoch, aber ich verliere alles im letzten Sektor. Ich musste sehr pushen und habe auch einige Male das Vorderrad sehr knapp abgefangen. Das zeigt uns, dass wir richtig am Limit sind. Jetzt müssen wir versuchen, das Motorrad noch ein bisschen besser aufzustellen, damit das Gefühl, am Limit zu sein, erst später einsetzt. Wir stehen allgemein über den ganzen Tag betrachtet sicher nicht schlecht da, aber wir haben noch etwas Arbeit vor uns bis morgen. Wir haben einen neuen Reifen hier. Die Mischung kennen wir bereits, aber durch die größere Kontaktfläche, die der Reifen durch seine Form hat, verhält sich das Motorrad etwas anders. Es ist fast so, dass es vorne zu wenig Grip und hinten zu viel Grip gibt fürs Vorderrad. Aber es ist spannend und es wird interessant sein, zu sehen wie sich der Reifen verhält, wenn mehr Gummi auf der Strecke ist. Mir gefällt es grundsätzlich gut, mehr Grip zu haben, allerdings müssen wir dadurch an der Einstellung der Balance am Motorrad arbeiten.

 

Michael Thier Crew Chief #12 Tom Lüthi
Grundsätzlich lag unser Augenmerk heute auf den neuen Hinterreifen. Dabei ging es hauptsächlich darum, Anpassungen zu machen und zu verstehen, wie sich die Reifen verhalten. Wie jedes Renn-Wochenende, müssen wir aussortieren, welche Reifen in welchen Situationen am besten funktionieren. Vom Grund-Setup des Motorrades her sind wir sehr ähnlich aufgestellt wie in Austin, denn das hat ja gut funktioniert. Daher lag die Konzentration heute wirklich fast ausschließlich auf den Reifen und darauf, die bestmögliche Balance dafür zu finden. Wir haben Daten vom IRTA-Test im Februar, wo wir mit ähnlichen Reifenkombinationen gefahren sind und diese werten wir nun aus. Dann sehen wir, was wir ändern müssen, um für morgen hoffentlich eine gute Lösung zu finden.

 

FP°1:
1. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP - 1'41.819
2. Brad BINDER / RSA / KTM - 1'41.838 (+ 0.019)
3. Jorge MARTIN / SPA / KTM - 1'41.935 (+0.116)
4. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'41.958 (+0.139)

FP°2:
1. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX - 1'42.233
2. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX - 1'42.244 (+0.011)
3. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP - 1'42.259 (+0.026)
7. Thomas LUTHI / SWI / KALEX - 1'42.498 (+0.265)

See full result here.