Prochain direct:

Saisonfinale: Tom Lüthi Zweiter in Valencia und starker Dritter der Moto2-WM 2019

Nach einem unglaublich spannenden Zweikampf um den Sieg sowie um den Vize-Titel 2019 beendete Tom Lüthi das Valencia-Finale mit einem vierten Podium in Folge, und nimmt den dritten WM-Gesamtrang mit nach Hause.

Sonniges Wetter, voll-gefüllte Zuschauerränge rund um den Ricardo Tormo Circuit in Valencia und eine fantastische Warm-Up-Session von Tom Lüthi auf dem dritten Platz. Der Schweizer war bereit für das große Finale der Saison 2019!

Es folgten pure Spannung und ein beeindruckender Siegeswille, die Tom Lüthi ablieferte. Das Rennen musste nach einigen Zwischenfällen in der Moto3 zeitlich nach hinten verschoben werden und wurde daher auf 16 Runden gekürzt, von denen der Schweizer ganze 13 Runden lang in Führung lag. Bis Mitte des Rennens behielt er die Oberhand vor seinem größten Rivalen Brad Binder, der direkt hinter ihm folgte. Erst in der vorletzten Umrundung des 4-Kilometer langen Circuits schaffte es der Südafrikaner doch noch, an Tom Lüthi vorbeizugehen und den Sieg für sich zu entscheiden.
Trotz verlorenem Vize-Titel überwog die Freude über das vierte Podium in Folge von Tom Lüthi. Vor allem, nachdem das Bike des WM-Dritten bis kurz vor dem Start ein technisches Problem hatte. Dass es letztendlich mit Abstand als die beste Kalex im Feld abschloss, war nicht zuletzt auch der großartigen Arbeit der gesamten Dynavolt Intact GP-Crew zu verdanken.
Tom Lüthi kam nach einem Jahr aus der MotoGP zurück in die Intermediate-Klasse und lieferte eine Bilderbuch-Saison ab. Acht mal raste der Schweizer aufs Podium, er siegte in Austin und sammelte 250 Punkte. Heute wurde er dafür mit dem dritten WM-Platz belohnt.

Bereits kommende Woche wird Tom mit dem Memminger Intact GP Team mit den Vorbereitungen für die neue Saison starten. Denn schon am 20. und 21. November steht in Jerez de la Frontera der erste Test für 2020 auf dem Plan.

Tom Lüthi Rennen: P2 | Moto2 World Championship 2019 - P3 - 250 Punkte
«Ich bin glücklich mit dem Podium. Zuerst einmal war ich ein bisschen enttäuscht, weil es ja um den Vize-Titel in der Meisterschaft ging. Aber wieder um den Sieg kämpfen zu können, war ein großartiges Gefühl. Brad (Binder) ist ein gutes Rennen gefahren. Ich wusste, dass er hinter mir war. Er war sehr stark. Ich war zu Beginn des Rennens auch stark. Zur Mitte hin hatte ich auch noch eine gute Pace und konnte mich absetzen, aber mit dem zunehmenden Wind habe ich Probleme mit dem Vorderreifen bekommen. Es kamen ein paar kleine Fehler dazu, sodass Brad wieder aufholen konnte. Die letzten Runden ist er dann fehlerfrei gefahren. Ich konnte nichts mehr aus der Tasche zaubern und das Rennen wurde so beendet. Aber wir können wirklich glücklich sein mit dem Ergebnis und auch stolz, denn wir hatten keinen einfachen Sommer. Wir können einiges mitnehmen in die neue Saison und das ist gut so. Nach dem Übersee-Läufen und dem Ergebnis heute können wir wieder neues Selbstvertrauen sammeln. Das zeigt uns auch die Richtung, in die wir gehen müssen. Ich bin wirklich froh, dass ich im selben Team bleibe. Wir lernen uns immer besser kennen und verstehen und das hilft natürlich auch der guten Zusammenarbeit. Nächstes Jahr ist wieder alles möglich.»

Jürgen Lingg Teammanager 
«Wir hatten eine super Saison und das Team hat wirklich einen großartigen Job gemacht. Tom hat wirklich alles probiert und hatte wieder ein starkes Rennen. Er war vier Mal hintereinander auf dem Podium und das sagt ja schon alles aus. Das spricht für Tom und die ganze Crew im Hintergrund. Wir haben einfach nach der Sommerpause zu viele Punkte verschenkt, aber trotzdem können wir mächtig stolz drauf sein, was wir erreicht haben. In der Moto2 in den Top drei zu sein, egal ob in der Teamwertung, oder Fahrerwertung, das ist schon eine Auszeichnung. Es gehört immer viel Glück dazu bei so einer Meisterschaft und das liegt nicht immer alles in den eigenen Händen und so war das auch bei uns. Wir haben das Maximum gegeben und wir haben zeigen können, dass wir präsent sind. Ich muss wirklich sagen, dass es sehr spannend war. Wir hatten vor dem Rennen sogar noch ein technisches Problem und das Motorrad ist in der letzten Minute fertig geworden. Und wenn man das beobachtet hat, dann hat man gesehen, dass bei den Jungs jeder Handgriff saß. Ich möchte mich daher auch noch einmal ganz besonders beim Team und unseren Sponsoren bedanken, dass wir so gut abgeschnitten haben.»

Rennen:
1. Brad BINDER / RSA / KTM
2. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
3. Jorge NAVARRO / SPA / SPEED UP
16. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX
Komplettes Rennresultat: motogp.com

Weltmeisterschafts-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 262
2. BINDER Brad / RSA / 259
3. LUTHI Thomas / SWI / 250
4. NAVARRO Jorge / SPA / 226
5. FERNANDEZ Augusto / SPA / 07
6. MARINI Luca / ITA / 190
7. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 171
8. SCHROTTER Marcel / GER / 137
9. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 108
10. BASTIANINI Enea / ITA / 97

Komplette Weltmeisterschaftswertung 2019: motogp.com