Nächstes Rennen:

MalaysianGP: Drittes Podium in Folge für Lüthi nach Sepang-Krimi

In einem der härtesten Rennen des Jahres hat Tom Lüthi bis zum Schluss unglaublich um die WM-Entscheidung gekämpft und schließlich mit dem dritten Platz sein drittes Podium in Folge gesichert.

Tom Lüthi hat in der Hitzeschlacht von Sepang alles probiert, um den Titel-Kampf der Moto2-WM 2019 bis Valencia offen zu halten. Doch nach dem Start wurde der Schweizer in Duelle mit Xavi Vierge und Tetsuta Nagashima verwickelt und hatte dabei noch Glück, einem Rutscher vom Japaner vor ihm auszuweichen. Allerdings kostete dies wertvolle Zeit. Danach hatte er Alex Marquez direkt vor sich im Visier, doch er musste die entstandene Lücke wieder aufholen. Als Spitzen-Trio mit Brad Binder in Führung, Marquez an zweiter und Tom Lüthi an dritter Position, schenkten sie sich keinen Zentimeter. Nach 18 langen nervenzerreißenden Runden fuhren alle drei letztendlich in dieser Reihenfolge ins Ziel. Es war das 200. Moto2-Rennen für Tom Lüthi und ein fehlerfreies noch dazu, dafür wurde er mit dem Podium belohnt.
Alex Marquez ist dank seines zweiten Platzes neuer Moto2-Weltmeister! Doch Tom Lüthi hat jetzt noch alle Chancen, in Valencia die Vizemeister-Krone zu holen. Dafür muss er Brad Binder, der nun in der Gesamtwertung vier Punkte vor ihm liegt, schlagen.
Nach fünf intensiven Wochen geht es jetzt zurück nach Europa, wo die Dynavolt Intact GP-Mannschaft in zwei Wochen beim Finale in Valencia vom 15. bis 17. November noch einmal den vollen Angriff plant. 


Tom Lüthi Rennen: P3 | Moto2 World Championship 2019 - P3 - 230 Punkte
«Glückwunsch an Alex für den Titel! Ich freue mich natürlich sehr, heute auf dem Podium zu sein. Aber ich habe wirklich mein ganzes Herz auf das Motorrad gelegt und alles probiert. Die zwei waren heute wirklich stark und hatten den gleichen Stil. Als ich versucht habe, näher zu kommen, ist mir das Vorderrad immer fast eingeklappt. Ich durfte mir heute keine Fehler leisten. Es war sehr anstrengend, am Limit oder gar drüber zu fahren und trotzdem keine Fehler zu machen. Das war heute das A und O. Schön, dass ich es aufs Podium geschafft habe, aber auch schade, dass ich die WM nicht noch länger offen halten konnte. Es war nicht erst heute, dass ich die Meisterschaft verloren habe. Seit Rennen vier / fünf begann die schwierige Zeit. Alex hat da sehr viele Punkte gut gemacht und wir haben viele Punkte verloren. Ich will aber trotzdem das Positive mitnehmen. Wir sind wieder auf dem Podium, wir sind stark dabei und das ist wichtig. Nach dem Desaster vom letzten Jahr bestätigt es mir wirklich, dass mein Schritt der Richtige war. Ich freue mich auf Valencia und werde da noch einmal angreifen. Die KTM schätze ich da sehr stark ein, aber sie sind nicht unschlagbar.»

Jürgen Lingg Teammanager
«Es wäre schön gewesen, den Titelkampf bis nach Valencia zu bringen. Aber wir wussten schon, dass der Abstand sehr groß ist und es nicht mehr in unseren Händen liegt. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung von Tom. Besonders nach dem schwierigen Warm-Up waren wir alle etwas nervös. Er hat super gekämpft und alles gemacht, was er konnte. Er ist ein fehlerfreies Rennen gefahren und wurde dafür mit dem Podium belohnt. Schade, dass er am Anfang im Verkehr feststeckte. Das hat ihn ein bisschen Zeit gekostet. Wenn er da näher dran gewesen wäre, dann hätte es vielleicht auch ein zweiter Platz sein können. Aber Tom und das Team haben heute eine super Leistung abgegeben.»


Rennen Moto2:
1. Brad BINDER / RSA / KTM
2. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
3. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
9. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX
Komplettes Renn-Resultat: motogp.com

Aktueller WM-Stand:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 262
2. BINDER Brad / RSA / 234
3. LUTHI Thomas / SWI / 230
4. NAVARRO Jorge / SPA / 210
5. FERNANDEZ Augusto / SPA / 197
6. MARINI Luca / ITA / 182
7. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 171
8. SCHROTTER Marcel / GER / 137
9. DI GIANNANTONIO Fabio / ITA / 101
10. BASTIANINI Enea / ITA / 95
Full standing: motogp.com