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ThaiGP: In Thailand trotz Rückschlägen weitergekämpft

Tom Lüthi hatte den Speed für ein Top-Ergebnis und holte auf dem Chang International Circuit nach einem Rempler bis zu Platz sieben stark wieder auf.

Sagenhafte 226.655 Motorrad-Fans kamen über das gesamte Wochenende zur »Destination of Speed« nach Buriram in Thailand und sorgten für eine einzigartige Stimmung, egal ob Hitze oder sintflutartigen Regenfälle. Am Sonntag blieb zum Glück alles trocken und der MotoGP-Show stand nichts im Wege.

Nachdem sich Tom Lüthi an den drei Tagen zunehmend steigerte, hatte er in dem 24-Runden-Rennen am Sonntag eine echte Chance und die Pace, um für ein Podium mitzukämpfen. Doch durch einen Schaltfehler gleich zu Beginn, verlor der Schweizer ein paar Positionen. Als kurze Zeit später dann auch noch Lorenzo Baldassarri einen optimistischen Überholversuch startete und dabei Tom Lüthi anrempelte, musste dieser wiederum auf die Kerbs ausweichen und in der nächsten Kurve weitgehen. Diese Aktion riss eine Lücke auf zur Spitzengruppe, die er nicht mehr schließen konnte. Mit aller Macht und Rundenzeiten, wie sie von der Spitzengruppe gefahren wurden, holte der Intact GP-Pilot schließlich noch bis zum siebten Platz auf. In der WM behauptete er seinen vierten Rang und in zwei Wochen wartet auf dem Twin Ring Motegi in Japan bereits die nächste Gelegenheit für eine Revanche.


Tom Lüthi Rennen: P7 | Moto2 World Championship 2019 - P4 - 178 Punkte
«Ich hatte einen sehr guten Start und ich war Vierter in der ersten Kurve. In Kurve drei bin ich außen durch, das war positiv. Dann hab ich mich leider verschalten und ich war mitten im Pulk, wo es viele Berührungen gab. Das war sehr schade und ich habe dabei sehr viele Plätze verloren. Doch der Rhythmus kam zurück und ich war wirklich stark, so stark wie schon lange nicht mehr vom Speed her. Danach wollte Baldassarri an mir vorbei, ist dabei aggressiv nach links gezogen und hat mich während seines Überholmanövers auf die Kerbs gedrückt. Ich konnte dort nicht bremsen und bin weit gefahren. Dabei habe ich drei Sekunden verloren. Das ist wirklich sehr schade, denn heute hätte ich mit ums Podest kämpfen können. Aber wir haben über das Wochenende sehr gut gearbeitet und konnten sehen, dass der Speed da ist. Das ist wirklich positiv und das müssen wir jetzt mitnehmen. Leider sind wir nur Siebter geworden, allerdings sind wir auch von 14 nach vorn gefahren. Das ist was anderes, als noch in Aragón. Jetzt müssen wir nur im Training noch weiter vorn sein und dann können wir definitiv wieder aufs Podium kommen, davon bin ich überzeugt.»

Jürgen Lingg Teammanager
«Unsere Fahrer haben das heute beide gut gemacht. Wir haben dieses Wochenende viel gearbeitet und es war nicht einfach. Tom hatte einen guten Start und war dann leider in der ersten Kurve eingeklemmt und ist weit zurück gefallen. Das war leider Pech. Dann hatte er noch eine Kollision und ist bis auf P14 zurückgefallen. Daraufhin ist er wahnsinnig vorgefahren. Das hat er echt super gemacht und er hat heute das Maximum herausgeholt. Es wäre definitiv mehr drin gewesen wie ein siebter Platz, man muss die Pace sehen und damit wäre ein Podium drin gewesen, aber so ist Rennsport. Tom hat einen guten Job gemacht und ist wirklich gute Zeiten gefahren.»


Rennen:
1. Luca MARINI / ITA / KALEX
2. Brad BINDER / RSA / KTM
3. Iker LECUONA / SPA / KTM
7. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
14. Marcel SCHROTTER / GER / KALEX
Komplettes Rennergebnis: motogp.com

Weltmeisterschaft-Wertung:
1. MARQUEZ Alex / SPA / 224
2. FERNANDEZ Augusto / SPA / 184
3. BINDER Brad / RSA / 180
4. LUTHI Thomas / SWI / 178
5. NAVARRO Jorge / SPA / 175
6. MARINI Luca / ITA / 151
7. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 138
8. SCHROTTER Marcel / GER / 118
9. DI GIANNANTONIO Fabio ITA 94
10. BASTIANINI Enea / ITA / 86
Kompletter WM-Stand: motogp.com